Marcus Wellenberg, Geschäftsführer Trockeneisreinigung Wellenberg

Herr Wellenberg, eine Fassade von dieser Größe ist schon eine Aufgabe, was war der Grund für die Reinigung?

M. Wellenberg: Das Objekt liegt in der Einflugschneise von Düsseldorfs Flughafen, nahe der A52, die parallel zum Gebäude verläuft. Auch wenn die Fassade gerade mal 7 Jahre alt war haben sich hier auf Grund der Witterung und den Abgaseinflüssen viele Verschmutzungen angesammelt. Neben Moos und anderen witterungsbedingten Einflüssen hatte sich die Fassade mittlerweile schwarz gefärbt. Der damalige Bauherr bestand auf eine naturbelassene Fassade, die nicht versiegelt wurde.

Kam man direkt auf Sie zu um die Fassade mit Trockeneis zu reinigen?

M. Wellenberg: Nein, zunächst nicht. Die erste Wahl fiel auf die Hochdruckreinigung. Bei dieser Überlegung kam der Gebäudetechniker mit der Nachricht, dass zum einen Stromleitungen hinter der Fassade verlegt wären und das Holz zudem noch Schaden durch das viele Wasser nehmen würde. Ein Aufquellen und Verbiegen der Planken wäre hier zu erwarten gewesen.

Wie ging es dann weiter?

M. Wellenberg: Es wurde das Sandstrahlen in den Raum geworfen. Von dieser Idee wurde nach einem Testlauf schnell Abstand genommen. Der Aufwand und die Staubentwicklung war dem entsprechend zu hoch, dass der Kundenverkehr in diesem Gebäude zu stark beeinträchtigt worden wäre. Auch der Abrieb der Oberfläche stand bei einer unruhigen Hand nicht in Relation.

Erst jetzt machte man sich ernsthaft Gedanken über eine alternative Methode, was den Auftraggeber dazu brachte das Internet zu durchforsten. Man stieß auf die Trockeneisstrahlmethode. Nach dem Anlegen einer Testfläche von gerade einmal 1m² war die Entscheidung schnell zu unseren Gunsten getroffen.

Wie wurde das Endergebnis beurteilt?

M. Wellenberg: Abschließend muss man sagen, dass sich der Aufwand für den Auftraggeber auf jeden Fall gelohnt hat. Fenster und Türen mussten nicht aufwendig abgeklebt werden und dem Holz wurde keine Feuchtigkeit zugeführt. Im Anschluss konnte die Oberfläche sofort versiegelt werden, da das Holz trocken blieb. Einen Materialabrieb hatten wir hier zwar auch zu verbuchen, aber dieser Abrieb wäre aber auch bei jedem anderen Verfahren zu erwarten gewesen.

Das Interview führte Markus Mangold

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