Autor: W. Wulf, Fa. HTCW

Nach einem Brand gilt es Ruß, Rauchschäden sowie Verkohlungen an Holz, Mauersteinen, Fliesen, Beton und anderen Bauteilen zu beseitigen. Zusätzlich binden solche Brandrückstände unangenehme Gerüche. Konventionelle Reinigungsverfahren wie Schmirgeln, Schleifen, Kratzen mit Spachteln, Drahtbürsten oder anderen entsprechenden Werkzeugen sind extrem zeitaufwendig und führen in der Regel zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Mit dem Trockeneistrahlverfahren ist in einer deutlich kürzeren Zeit ein wesentlich besseres Ergebnis zu erzielen. Dies schont den Geldbeutel!
Durch das Trockeneisstrahlen können nicht nur die sichtbaren Brandrückstände sondern vor allen Dingen der übelriechende Brandgeruch beseitigt werden. In der Regel ist der Brandgeruch nach dem Einsatz von Trockeneis nach etwa 24 Stunden nicht mehr wahrnehmbar. Zudem fallen beim Trockeneisstrahlen keine Strahlmittelrückstände wie z.B. Wasser, Sand oder gar Chemikalien an, sodass nach der Reinigung keine zusätzlichen Rückstände beseitigt werden müssen. Das schont den Geldbeutel ein weiteres Mal!

Aufgrund der somit deutlich niedrigeren Sanierungskosten wird das Trockeneisstrahlverfahren zunehmend von immer mehr Versicherungsgesellschaften als Sanierungsmethode empfohlen bzw. sogar vorgeschrieben. So auch im vorliegenden Fall:

In einer Dachgeschosswohnung in der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses wurde durch einen Brand eines Weihnachtsbaumes die gesamte Wohnung schwer beschädigt.
Die Wohnung wurde im Vorfeld durch ein Sanierungsunternehmen komplett entkernt, der Boden bis auf den Beton freigelegt und an den Wänden war der rohe Putz freigelegt, da alle Tapeten verbrannt waren. Alles war mit einer übel riechenden schwarzen Rußschicht überzogen. So auch die Dachbalken, die zum Teil als Sichtkonstruktion ausgelegt waren. Das Haus befand sich in einer Wohnsiedlung.
Sowohl unseren Kompressor, als auch unseren Transporter konnten wir direkt vor dem Haus parken, sodass wir mit einer Druckluftschlauchlänge von 20 m gut auskamen. Dank des relativ geringen Gewichtes der Buseanlage, war es kein Problem diese in den 3. Stock zu befördern.

Die Nachbarschaft wurde im Vorfeld durch den Auftraggeber über mögliche Lärm- und Staubbelästigung informiert, was sich als extrem wichtig herausstellte.
Zu reinigen waren ca. 120 m² Wandfläche und etwa 40 laufende Meter Balken aus der Dachkonstruktion der verschiedensten Größen.
Darüber hinaus wurden im Verlaufe von etwa 16 Stunden der Elektroverteilerkasten, Rohrleitungen und Kabel in einem offengelegten Versorgungsschacht sowie verschiedene Türzargen von Ihren Verschmutzungen befreit. Wir konnten mit einem relativ niedrigen Druck sowie einem Pelletverbrauch von ca. 20 kg/Std. arbeiten.

Es gab keine Beschwerden aus der Nachbarschaft trotz erheblicher Staubentwicklung, der durch eine Absauganlage und offen stehende Fenster abgeleitet wurde. Auch die Lärmentwicklung führte auf Grund der im Vorfeld durchgeführten Benachrichtigung durch den Auftraggeber nicht zu Beschwerden.

Die Arbeiten konnten zügig zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers durchgeführt werden. Das Ergebnis war erwartungsgemäß positiv. Sämtliche Brandrückstände konnten entfernt werden und vor allen Dingen war kein Brandgeruch mehr wahrnehmbar.